Übersichtskarte

Stopover in Adelaide - Oktoberfest in Brisbane - 8 Monate in Australien

Dienstag, 14.10.2014

Auf dem Heimweg von Alice Springs flogen wir über Adelaide. Man muss hier echt immer alle Fluglinien durchrechnen. Qantas ist mit Abstand die teuerste, Virgin ist billiger aber richtig gut und Jetstar und Tigerair sind die Billigfluglinien. Ich flieg normal mit Tigerair, aber da die Billigfluglinien Alice nicht anfliegen, wars Qantas. Jetzt kann ich immerhin sagen, dass ich schon mit jeder australischen Fluglinie geflogen bin! :) Aber da bis auf Perth (5.5h) alles kurzstrecken von 2 Stunden und Alice 3 Stunden waren, kann ich nur "kleine" Flieger vergleichen. Gut, die billigste Variante war in dem Fall, am frühen Nachmittag in Adelaide anzukommen, und am Abend wieder nach Brisbane weiterzufliegen. Also hatten wir noch ein bisschen Zeit, uns Adelaide anzuschauen. Gut, ich kannte es schon, aber Sabi war ja noch nicht da. wir sind dann ein bisschen durch die Stadt, haben uns die schönsten Flecken angeschaut, haben einen tollen Sonnenuntergang gesehen (ich bin immer wieder beeindruckt, wie riesig Sonne und Mond hier oft sind) und sind dann wieder weiter bzw. heim nach Brisbane. Beim Auspacken sieht man erst, wie rot dann alles geworden ist :D

Sunset Railway Station Church they had the same colour once :D

Wir hatten dann noch 1 Tag um die ganzen Fotos auszutauschen, Sabi um zu Packen und so, am Tag drauf gings für sie dann auch schon wieder nach Hause. Echt krass, wie schnell so ein Monat vergehen kann, speziell wenn man viel reist! Am Bahnhof hieß es dann wieder, sich für etwa ein halbes Jahr zu verabschieden -aber n Telefon gibts ja immer noch ;) Es war auf jeden Fall super schön, Besuch aus Bayern zu bekommen.

Echt krass, im ersten Semester hier hab ich mir schon gedacht, die Zeit vergeht viel zu schnell, jetzt denk ich mir, sie vergeht noch viel schneller :( Ich habe nur noch 1 Monat zu studieren, dann sind die 2 Semester schon wieder um... Ehrlich gesagt bin ich zwar ganz froh, dann eine Pause von den lästigen Assignments zu haben, von denen man ungefähr 5 Stück die Woche abgeben muss (wenn man Physik studiert, andere Studiengänge habens leichter), aber irgendwie gefällts mir hier so gut, dass ich am liebsten hier weiterstudieren würde! Jetzt ist hier ja Frühling -die Natur ist einfach wunderbar :)

uni uni uni

In München war ja Oktoberfest -und das gibts ja nicht nur in München, auf der ganzen Welt versuchen sie, das "nachzumachen". Genauso in Brisbane, hier gibts auch das "Oktoberfest". Als bayer muss man natürlich da hin um beurteilen zu können, obs accurate ist :) Und das war ziemlich lustig!!! Für die ganzen Bayern muss ich jetzt mal erklären wie man sich das vorstellen muss: 1 Bierzelt von der Größe eines halben Augustiner Zelts (auf der Wiesn), ein großer Biergarten außen herum (ein bisschen größer als die Fläche, die das TUNIX auf dem Königsplatz immer braucht), man kann Dirndl, Brezen und Bier kaufen. Aber so was wie Hendl und (Emmentaler)Käs und so gibts ned. ZZZ, also da is echt Aufhohlbedarf! Aber dafür war die Musik so richtig urbayerisch -also die Sänger waren entweder ausgewanderte Altbayern oder sind extra dafür rübergekommen. Ich glaub aber eher die sind mal ausgewandert, weil die doch ein ziemlich Akzentfreies Englisch sprachen trotz des krassen Bayerischen Akzents. Am Tag der Eröffnung konnten wir vom German Club aus billiger rein, genauer gesagt mussten wir $20 für Eintritt+ n halber liter Bier zahlen. Eigentlich wären das $16+$11=$27 gewesen (20€), also doch ein ganz guter Deal -ich hätte mir nämlich sicher nicht für $11 nen halben Liter Bier gekauft...
Ich war dann mit ein paar Freunden dort. Da das Wetter so schön war und wir nicht genau wussten, wann das jetzt wirklich "beginnt", sind wir um 4 hingefahren (es hieß: Beginn 4pm) -und das war auch sehr gut! Da war das "Anzapfen", was man aber leider nicht gesehen hat weil so viele Leute drumherum gestanden sind. Aber da wir so früh da waren und einfach der Masse nachgelaufen sind, sind wir am Schluss während den Reden in einem Bereich gesessen, wo kostenlos Würstchen, Bier und Brezen herumgereicht wurden -da hab ich natürlich gscheid zugeschlagen, weil wann bekommt man in Australien schon mal was for free? ;) Ach ja, die Biermarke war "Tucher" falls es wen interessiert. Auf jeden Fall hatten wir somit unser Abendessen und mussten uns nicht mehr wirklich was kaufen :D
Nach den "Feierlichkeiten" war dann Party angesagt, aber wir durften NICHT auf die Bierbänke rauf (ups, wir deutsche taten das einfach weil wirs gewohnt waren, dann kam gleich die Security gerannt und hat uns runtergescheucht, wegen "security reasons" -und das bei so nem kleinen Zelt und so wenig Alkoholkonsum (-->Preis), da kann doch nix passieren... man muss nicht alles verstehen. Ich bin auf jeden Fall ganz froh, dass es auf Bayerischen Volksfesten keine Australische Security gibt... Genauso beim Auto Scooter, da sollten wir schön im Kreis fahren und uns nicht gegenseitig "übern Haufen fahren", oh mann, ich hab dann zu dem Typen mal gesagt, er sollte sich mal auf youtube ein Video von nem Autoscooter auf der Wiesn anschauen damit er weiß wie das eigentlich sein sollte... Da man aber nicht auf den Bänken rumhüpfen durfte, gabs vor der Bühne so eine art Tanzbereich, und da ungefähr jedes 3. Lied das Fliagaliad war (aufgemischt mit Skandal im Sperrbezirk und so sachen, hin und wieder was bayerischs traditionelles), sind alle rumgehüpft ohne wirklich zu wissen was gesungen wird. Es war aber ganz einfach, die deutschen zu identifizieren -das waren diejenigen, die bei den Liedern mitsangen :D Es war schon lustig, aber so n Australisches VoFe ist halt doch nur ne "Abklatsche", da sind mir die Originale lieber! Und dank horrender Bierpreise (da ist ja die Wiesn billig dagegen...) werd ich da auch kein zweites Mal hingehen. Außerdem ist die australische Interpretation von Dirndl so was von hässlich, das schaut aus wie Nutten und da falln einem echt die Augen aus -vor allem, da es hier auch Jungs cool finden, diese mega kurzen nuttigen Dirndl anzuziehen -oh mein Gott, des schaut einfach nur furchtbar aus!!! Eine kleine Auswahl an Fotos damit man sich das vorstellen kann:

  bierzelt australische hier griagt ma nur an halbn liter (für 7€...) here we go :) hach ja, irgendwie stimmts :D

Jetzt bin ich schon 8 Monate hier, wahnsinn wie die Zeit vergeht. Langsam muss ich auch überlegen, wann ich wieder nach Deutschland fliege -so spät wie möglich natürlich. Aber irgendwie hab ich nicht viel Zeit, mir viele Gedanken darüber zu machen. Dafür hab ich ziemlich viel für die Uni zu tun im Moment, weil das Ende des Semesters naht, danach sind dann noch die 3 Wochen mit dem Prüfungen drin, dann ist es schon um. Deshalb schreib ich mal nicht so viel, und wenn ich mal wieder ein bisschen mehr Zeit hab, hab ich auch Zeit, wirklich mal wieder was zu unternehmen, und auch, darüber zu schreiben. Also dann viele Grüße aus Downunder und bis demnächst mal!

Das rote Herz Australiens <3

Dienstag, 30.09.2014

das rote Herz Australiens -am Uluru

Das Bild zeigts schon so schön -in der Mitte Australiens, irgendwo im Nirgendwo, in der Pampa, von riesigen Wüsten umzingelt,

alles ist einfach nur ROT

gibts einen Ort der nennt sich Alice Springs.

Alice Springs

Dort kamen wir am Freitag Mittag an und wurden erst mal von der Hitze hier erschlagen. Es hatte über 30 Grad wo es in Sydney doch noch angenehme 20 waren. Und es sollte noch heißer werden. Ich muss sagen, im Sommer möchte ich nicht nach Alice kommen, da hat es ja knappe 50 Grad (Celsius!!!). Mich wunderts ja wie die Leute hier das aushalten, diese Abgeschiedenheit und diese Temperaturen, aber es ist wahrscheinlich Gewöhnung. Auf jeden Fall sollten diese paar Tage echt anstrengend für mich werden, wo ich doch an und für sich europäische Temperaturen gewohnt bin und eigentlich gerade erst Frühling ist.

Der erste Tag bedeutete mehr oder weniger: Akklimatisieren!!! Der Temperaturunterschied von Sydney nach Alice war nicht ganz ohne. Der Flughafen war winzig, genauso wie Proserpine (und die ganzen anderen Pampa-Flughäfen in Australien). Damit man sich das vorstellen kann: man nehme Straubing Wallmühle und verlängere die Start/Landebahn auf ne normale Flughafenlänge für große Flieger (like A380) und dann hat man Proserpine oder Alice Springs. Der Flughafenshuttle war hier vergleichsweise günstig, Unser Hostel war auch ziemlich cool (Alice Lodge), wir hatten das billigste Zimmer und waren nur zu viert, einen Pool gabs auch, und insgesamt war es echt schön. Da wir ja sonst nichts zu tun hatten, weil unsere 3 Tages-Tour am Sonntag begonnen hat, sind wir in die "City" reinspaziert. Alice Springs kann man sich in etwa so vorstellen: es gibt eine zentrale Einkaufsstraße, das ist die Straße, wo man alles findet, alle Touri-Shops, die Touri-Info, ein Shopping Center, Woolworths, Coles, Kmart. zwei Straßen weiter, parallel dazu, verläuft der Stuart Highway. auf der anderen Seite etwa 2 "Straßen" weiter verläuft der Todd River, der aber fast das ganze Jahr ausgetrocknet ist (wie viele andere Flüsse da drinnen) sodass man quasi über das Flussbett spazieren kann. Außen herum sind dann die ganzen kleinen Häuschen in denen die Familien wohnen, ein paar lokale / politische Sachen und so. Man hat hier also quasi alles was man braucht. Der Alltag ist wohl nicht wirklich anders als unserer. Allerdings ist man total abgeschieden vom Rest der Welt, also mit kleinen netten Wochenendausflügen wirds hier nichts. IN Alice Springs gibts auch noch total viele Aborigines. Allerdings muss ich sagen, dass mir die oben in Darwin bei weitem sympathischer waren. Hier sitzen sie im Gras mit ihren Bildern, die sie an die Touris verkaufen möchten, aber wirken total abwesend und so. Es gibt aber voll schöne Kunstgalerien mit Aboriginal Art und so, die haben mit echt gut gefallen! Ansonen ist in der City nicht viel los, wir sind dann doch relativ früh wieder zum Hostel und haben uns nen ruhigen Abend gegönnt.

Flughafen Alice Springs Alice Springs -

Den nächsten Tag hatten wir komplett in Alice Springs, also wanderten wir zu der Telegrafenstation, die ien wenig außerhalb liegt, und was die eigentliche "Gründung" von ALice Springs war. Diese Telegrafenstation war notwendig, damit die "Signale" von Südostasien bis nach Melbourne und Sydney durchkamen. Ansonsten hätte sich wohl niemand freiwillig in dieser gottverlassen schwierigen und rauen Gegend niedergelassen (von den Einwanderern). Da man durch diese Telegrafenstation auch gleich viele Aborigines um sich hatte, wurden in dieser Gegend viele Missionsstationen gebaut, die immer noch sehr Eurpäische, wenn nicht gar Deutsche Namen haben (die Stationen, nach denen die Orte benannt wurden). Sozusagen im Zentrum von alldem liegt Alice Springs heute. Die Telegrafenstationw war ein stückchen weg (von Außen sieht man da auch nur die Häuschen, weil um reinzugehen müsste man nen haufen zahlen, das haben wir dann gelassen), da waren wir schon ca 4 stunden unterwegs bis wir nach diesem Trip wieder in der Stadt zurück waren, wo wir noch ein paar Souvenirs kauften und es uns dann am Hostel-eigenen Pool gemütlich machten. Dann mussten wir noch Packen, weil es am Sonntag in aller Hergottsfrühe losging, wir wurden um halb 6 morgens abgeholt.

Wüste hier ist wirklich nichts los!

Das frühe aufstehen machte nicht unbedingt Spaß aber im Bus konnten wir ja nochmal ne ganze Zeit schlafen. wir waren eine Gruppe von 21 + Führer=Fahrer. Am ersten Tag stand ne ganz schöne Strecke Fahrt auf dem Programm, von Alice Springs bis zum Kings Canyon. Insgesamt waren wir in den 3 Tagen ca 1500km gefahren. Im Bus haben wir uns recht nett unterhalten, es war eine ziemlich coole Gruppe. Es waren zwar ein paar deutsche außer uns noch dabei, aber doch nicht die Überzahl und es hielt sich beim Englisch, wo ich doch ganz froh drüber war. Als wir am Kings Canyon ankamen, knallte die Sonne nur so runter, es war früher Nachmittag, und ich hatte echt Angst, nen Hitzschlag zu bekommen. Bei gefühlten 40-50°C sind wir den (gottseidank nur halben) weg zum Garden of Eden im Kings Canyon raufgestiegen. Auf guad boarisch gsogt: I hob ma dacht I verreck. Und auf dem Rückweg hätten wir uns fast richtig verlaufen,  weil wir erst an den Treppen Richtung Tal vorbeigelaufen sind und uns dann wunderten dass es nicht mehr weiter ging... haben wir nach ein paar Minuten aber gefunden. Es war zwar echt schön, aber die Hitze war megaanstrengend, das kann man gar ned beschreiben. Aber in Deutschland geht man ja auch keine 6km bei 36° im Schatten wandern (normalerweise). Kings Canyon war echt schön und definitiv einen Besuch wert, allerdings bin ich persönlich mehr ein Fan von Gorges. Der Unterschied von einer Gorge zu einem Canyon ist einfach gesagt, dass bei einer gorge wasser fließt und viele kleine Wasserfälle udn pools zu finden sind. Das gefällt mir persönlich besser. Kurz und knapp: Karijini (siehe West Coast Road Trip) konnte es nicht toppen! Dazu, dass die Steine alle tot waren glaub ich muss ich nicht viel sagen, das sagt der Titel ja schon ;). Danach gings Feuerholz sammeln für die Nacht, schließlich übernachteten wir im Busch, in Swags (das sind so spezielle Schlafsack-Hüllen die unten ne dünne Matratze haben und wo man dann den SChlafsack reinsteckt. Wir haben also quasi unter freiem Himmel geschlafen -schön :). Nur die Fliegen beim Holz sammeln waren echt lästig, die hatte man in Massen einfach überall. Am besten nicht reagieren, weil weghauen bringt nichts, und den Mund zulassen, sonst gäbs Fleisch... Outback-Fliegen halt. Am Lagerfeuer wurde dann gekocht und in der Nacht quasi unter dem Sternenhimmel geschlafen. Man sah wieder total viele Sterne und die Milchstraße voll gut. Alle sagen immer, hier im Outback sieht mans am besten. Keine Ahnung, ich fand dass man es auf Heron Island besser sah, warum auch immer, keine Ahnung. Ich hab im Swag richtig gut geschlafen, war das Zelten aber von der Westküste schon gewohnt (so ohne alles).

Kings Canyon Kings Canyon  Kings Canyon Kings Canyon Kings canyon Lagerfeuer mit Swags

Am morgen wurden wir von unserem Führer aufgeweckt, der mit der Gitarre spielte und sang. Mal ein netter Wecker. Es war aber auch viel zu früh, etwa 5 morgens. Allerdings machte es schon sinn so früh loszuziehen, denn dann waren wir nicht wieder bei krassester Hitze unterwegs. Es ging zu den Olgas / Kata Tjuta, den "Geschwistern" vom Uluru, mehrere kleinere einzelne Steine, quasi ein Steinhaufen. Das hat mir sehr gut gefallen, besser als Kings Canyon, und hier konnte man so schön durchspazieren. Der Hike war richtig gut! Einfach die Fotos anschauen, die Eindrücke lassen sich schwer in worte fassen. Af guad boarisch: sche wars! Danach gings nach Yulara, ins Resort das sie extra für die ganzen Touris da hingestellt haben, die zum Uluru fahren. Dort konnten wir uns endlich mal duschen und gleich noch in den Pool reinspringen :) Das Wasser kam mir so unglaublich kalt vor, aber wohl nur weil wir alle so aufgeheizt waren. Das tat aber sooooo gut!!! :) Danach fuhren wir zum Uluru, um zuerst ins Cultural Center zu gehen und uns ein Video anzuschauen udn danach, um uns den Sonnenuntergang und die verschiedenen Farben anzusehen. Das war richtig cool. Wenn die Sonne tiefer steht, dann kommt der rote Anteil des Lichts noch durch, der blaue aber kaum mehr (kann man physikalisch erklären) sodass der Felsen noch viel röter wirkte. Natürlich mussten wir (touri-like) auch einige Fun-Fotos machen :). Es war echt krass, wie die Touri-busse daherkamen, einer nach dem anderen, und einige hatten sogar nen Sektempfang (was ich allerdings übertrieben fand). Aber gut. Diese Nacht schliefen wir wieder in den Swags, aber nicht ganz im Busch sondern wieder in Yulara.

Kata TjutaK Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta Uluru Sunset Uluru sunset Uluru Unsre Gruppe

Und schon wieder früh aufstehen -was ich fast verschlafen hätte... :D. Wir wollten uns nämlich den Sonnenaufgang am Uluru anschauen. Wir waren da aber nicht auf der Sonnenaufgangs-Seite sondern auf der des Sonnenuntergangs und sahen die Sonne quasi von dahinter. Das war eigentlich auch ganz schön. Auch wenn alle Touris immer das Foto von der anderen Seite haben, wars mir so ganz recht, weil man dann ja mal verschiedene Aufnahmen bekommt und nicht so viele Menschen -vor allem nicht so viele Asiaten (die sich gestern echt einer neben den anderen Höckerchen den ganzen Zaun entlang hingestellt haben um Plätze zu reservieren, genauso wies die Deutschen mit den Handtüchern auf den Liegen machen...). Nach Sonnenaufgang und Frühstück gings zum Uluru. Wir hatten die Möglichkeit, entweder den full oder half walk zu machen. Eigentlich dachte ich mir zuerst, der halbe reicht auch, dann hab ich viel Zeit um Fotos zu machen, aber irgendwie brauchte ich das dann doch für mein Ego, den ganzen zu machen. Ich meine, wenn man schon mal da ist, dann sollte man auch sagen können, man ist einmal um den Uluru herumgegangen! Und so hab ichs auch gemacht :). Beim Uluru muss man wissen, dass es die Aborigines gar nicht gerne sehen, wenn man den Felsen besteigt. Es gibt zwar an einer stelle so ein Seil nach oben, aber ich hatte niemanden gesehen, der hochsteigt. Wahrscheinlich sind da jetzt die meisten Touren schon so, dass sie sagen, es wird pauschal einfach nicht geklettert. Ich kann das sehr gut verstehen, da das so was wie ein religiöses Objekt ist. Bei uns spielt man ja auch nicht in der Kirche Fußball... Es gibt auch sogenannte "Sensitive Bereiche" die man nicht fotografieren soll. Und zwar aus dem Grund, da es "men's business" und "Women's business" gibt und das jeweils andere Geschlecht damit nichts zu tun haben darf/kann. Am Uluru gibts dann also Bereiche nur für die Frauen und welche nur für die Männer. das je andre Geschlecht schaut sich diese Bereiche gar nicht an. Sollten aber Fotos davon im Internet auftauchen und sie die Bereiche sehen, wäre das für sie genauso schlimm (anscheinend). Ich weiß nicht, wie ernst das genommen wird und inwieweit die wirklich Fotos im Internet sehen usw. Ich hab meine Fotos gemacht wo ich fand dass es schön aussah, werd die aber nicht hier hochladen, die kommen dann ins Fotoalbum. Und schon hat sich das problem erledigt. Zusammenfassend, der Berg hat was! Er ist kaum hoch (überirdisch), unterirdisch geht er aber anscheinend 6000m weiter -beeindruckend! Ich hab so viele Fotos davon gemacht, wahnsinn, mich hat das einfach umgehauen. Auch wenns "nur" ein Felsen ist, irgendwie ist es doch etwas besonderes, auch wenn man nicht in diesem Aborigine-Denken drin ist. Nach dem Walk ging es wieder zurück nach Alice Springs (ne ganz schön lange Strecke!). Auf dem Weg stoppten wir in Yulara am Flughafen für alle die, die von Yulara weiterflogen. Danach noch auf einer Kamelfarm, auf der man für $7 einmal im Kreis auf nem Kamel reiten durfte. Lächerlich,d as hab ich bleiben gelassen. Auch wenn Australien die meisten Kamele hat (fragt sich, ob hier nur die Tiere oder auch manche Menschen gezählt werden :D ), da ist es ja billiger, im Volksfest auf nem Pony zu reiten, da geht man auch öfter als 1 mal im Kreis... Am Abend in Alice angekommen, waren wir echt fertig. Gut dass wir am nächsten Tag ausschlafen konnten, weil wir am Vormittag erst (das ist spät im Vergleich zu 5am) vom Flughafen shuttle abgeholt wurden und gegen Mittag nach Adelaide flogen, dort nen Stopover hatten und von da aus wieder zurück nach Brisbane. Mit Adelaide beginn ich dann im nächsten Blogeintrag, das hat hier nichts mehr verloren. So schön es auch war, im Red Center, es war irgendwie außergewöhnlich, dass es so etwas auf dieser Erde gibt! -wenn ich nicht im letzten Semester den Kurs in Aboriginal Studies gemacht hätte, wäre ich danach wohl nicht schlauer gewesen als davor, da unser Tourguide da leider nicht viel wusste. Mir half es aber, als ich dort war, einige Sachen die ich lernte, erst richtig zu verstehen.

Uluru Sunrise Uluru Uluru Uluru -

 

Resume: Super Trip -aber nochmal möchte ich ihn auch gar nicht machen weils einfach superanstrengend war ;) Bis demnächst.

Weltstadt Sydney - NYC Australiens

Freitag, 26.09.2014

Wies der Titel schon sagt, Sydney hat voll den Flair von einer Business-Stadt und World-City wie auch NYC. Für australische Verhältnisse ist es richtig hektisch, für europäische (vor allem Deutsche) doch eher durchschnittlich. Aber jetzt alles von Anfang. Obwohl ich eigentlich die ganze Woche Uni gehabt hätte, war ich auf Reisen –genauer gesagt von Sonntag bis Freitag in Sydney, am Freitag gings dann weiter nach Alice Springs (wo ich dann über die Ferien war). Das heißt, hier in Sydney war ich für 5 Tage, natürlich mit meiner besten Freundin die gerade auf Besuch ist. Wir sind in aller Herrgottsfrühe geflogen, das heißt, wir konnten auch den ersten Tag komplett nutzen –was wir natürlich taten. Zuerst einmal mussten wir die typischsten Touristenspots überhaupt abklappern. Was das wohl sein mag? Opera House und Harbour Bridge natürlich. Ich glaube echt nicht, dass es irgendetwas Bekannteres in Australien gibt (der Uluru/Ayers Rock ist wohl etwa genauso bekannt). Um das Opera House aus einer schönen perspektive zu sehen, wandere man am besten durch den Botanischen Garten (ein Botanischer Garten in Australien ist so was wie der Englische Garten, nur mit ein paar mehr Blumen). Es ist echt wahnsinn, wie viele deutsche Stimmen da man schon auf dem Weg hört… Heute sind wir ja vom Hostel aus (in Kings Cross) in die Stadt gelaufen, weil uns ein paar nette deutsche Touris den Weg zeigten. Das war ziemlich lustig weil die eigentlich der Fanclub von einem deutschen Läufer waren, der gerade an diesem Tag in Sydney in irgendsoeinem Rennen läuft (wo dem Trikot nach halb Sydney mitgelaufen ist). Man denkt wirklich, man wär im 17. –ach halt das ist ja Mallorca, also 18.- Bundesland Deutschlands :D

Gut, dann waren wir also an dem oberen Zipfel beim Botanischen Garten, von wo aus man eine super Sicht auf Opera House und Harbour Bridge hat. Schaut schon cool aus! Aber komplett umgehauen hats mich jetzt nicht. Es ist halt einfach ne Brücke und ein „anders“ gestaltetes Gebäude, so was gibt’s in vielen Städten (vgl. NYC: Brooklyn Bridge, Empire State). Klar, man muss es irgendwie gesehen haben, und es schaut schon echt cool aus, aber ich könnt mich jetzt nicht den ganzen Tag davorsitzen und das anglotzen, da müsst ich zu vielen Touris zuschauen wie sie alle ihre Selfies machen ;) . Was mir viel besser gefallen hat, war das Stadtviertel „the Rocks“ von dem aus man auch immer wieder ne schöne Aussicht auf Opera House und Harbour Bridge hatte, wo es viele kleine Märkte gibt und keine Banken-Hochhäuser. Es wirkte einfach wirklich wie so eine kleine alte Hafenstadt. Dort sind wir ein bisschen herumgelaufen nachdem wir direkt beim Opera House und am Circular Quay waren (Fähr’bahnhof‘). Jedenfalls hab ich gefühlt 100 000 Fotos von Opera House und Harbour Bridge gemacht, wie ich danach feststellte. Da die aber doch sehr ähnlich sind, hab ich die meisten wieder gelöscht :D. Am Abend trafen wir uns noch mit einer Freundin aus der Hanns Seidel Stiftung, die jetzt in Sydney studiert und auch schon uns in Brisbane besucht hat, auf nen Drink.

Opera House und Harbour Bridge Opera House Harbour Bridge  was reflektiert sich denn da so schön in meiner Brille? Stadtviertel

Am Abend im Hostel lernen wir noch zwei Deutsche kennen, die direkt nach dem Abi nach Australien gekommen sind (Work and Travel), was sooo wahnsinnig viele machen. Die beiden sind mit uns dann am nächsten Tag mit in die Blue Mountains gefahren. Die Blue Mountains sind ein „Gebirge“ (aus australischer Sicht, für uns eher Hügel) hinter Sydney (landeinwärts), wo man in etwa 2 Stunden gut mit den Öffentlichen, also mit dem Zug hinkommt. Ich war schon mal beeindruckt über das Öffentliche-Netz in Sydney, weil das echt gut ist und voll weit reicht. In Katoomba angekommen holten wir uns die Karte von dem Hop on Hop off Bus und wollten einfach der Strecke nachlaufen weil wir keine Ahnung hatten, wo jetzt was anfängt. Auf dem Weg hat uns eine ältere Frau dann einen super Tipp auf nen superschönen Hike gegeben. Da waren wir schon ein paar Stunden unterwegs, aber die Natur in Form von Steinen, Regenwald (nicht ein tropischer!!!), Wasserfällen/läufen wars definitiv wert. Man hatte auch immer wieder eine super Aussicht. Das Ende des Weges war allerdings wahnsinnig anstrengend: die (wies der Name eigentlich schon so schön sagt) Giant Stairways, das sind etwa 900 Steinstufen aufwärts, ziemlich steil, nicht unbedingt in angenehmer Höhe und Abstand. Dafür brauchten wir einige Zeit und ein paar Pausen, dafür wars umso schöner, als wir dann endlich oben waren :D. Jetzt konnten wir schließlich auch die ganzen bekannten Touri Fotos von den „3 Schwestern“ (Steine, die einer Aborigine Erzählung nach 3 Schwestern sind) machen. Bis wir dann wieder in Sydney waren, wars eh schon Nacht. Resume des Tages: megaanstrengend aber megaschön.

Blue Mountains Blue Mountains Blue Mountains Blue Mountains Blue Mountains the Crew :)

Dann gings weiter nach Manly, mit der Fähre. Das ist so ein Vorort von Sydney, total schön am Meer gelegen, und gut (in ca 40 min) mit der Fähre zu erreichen. Manly hat 2 Strände, einen „landeinwärts“ und einen am Ozean. Das Wasser hat hier auch wieder so viele verschiedene Farben, voll schön. Zum Baden sind wir aber nicht gekommen, der Wind machte es eindeutig zu kalt. Der Walk am Ozean-Strand entlang war aber echt schön. Man muss auch sagen, dass hier die sehr geldige Bevölkerung Sydneys lebt. Da auch noch Schulferien waren, waren total viele Familien hier unterwegs. Also Manly ist so der „Ausflugsstrand“ für die Sydneysider (wohingegen Bondi für die Touris ist). Um nach Manly zu kommen, nimmt man die Fähre –von der aus man da Opera House und die Harbour Bridge aus einer anderen Perspektive sieht –natürlich stand ungefähr jeder, der nicht Sydneysider ist, am Rand mit einer Kamera ;). Wirklich cool! Man sah auch von der Natur ziemlich viel, da Sydney quasi in einer „Estuary“ (zu Deutsch: Ästuar –dazu musste ich aber erst mal Wikipedia fragen ;) ) liegt. Leider liegen viele der Weltstädte an Estuaries und zerstören damit das Gewässer total. Aus Meeresbio weiß ich, dass es nur wenige Tierchen gibt, die diese Mischung aus Salz und Süßwasser aushalten. Durch die ganzen Häuser, Abgase usw. wird aber dieser Lebensraum zerstört, sodass das Wasser um Sydney rum schon fast totes Gewässer ist. Danach fuhren wir noch zum Darling Harbour, meinem persönlichen Lieblingsplatz in Sydney. Das ist der Hafen, wo auch die Endeavour steht (falls das jemandem was sagt, eins der Schiffe mit dem Australien besiedelt wurde). Aber das ist nicht nur der Hafen, es ist vielmehr ein total schönes Ausgehviertel mit vielen Cafés direkt am Wasser und einem netten kleinen Shopping Center (wo auch das Hard Rock Café ist). Wie gesagt, mir hats super gefallen. Da es aber schon dunkel war als wir ankamen, mussten wir nochmals hin um es bei Tag zu sehen. Es war eigentlich relativ frisch am Abend und Jacken hatten wir auch keine dabei, aber trotzdem waren wir so verrückt –Fotoverrückt- und sind von Darling Harbour mit der Fähre zum Circular Quay gefahren, sodass wir quasi bei Nacht durch die Harbour Bridge und am Opera House vorbeigefahren sind. Das war zwar scheißkalt aber saucool! „Schönheit muss leiden“ auf Fotos bezogen :D.

Ausblick von der Fähre Ausblick von der Fähre Manly Rücfahrt mit der Fähre Rückfahrt mit der Fähre Darling Harbour Night-Ferry-Cruise Night-Ferry-Cruise

Der nächste Tag begann mit dem Bondi Beach. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich kann nicht verstehen warum der Strand so ein Anziehungspunkt ist –es ist einfach richtig hässlich da! Gut wir „waren dort“, aber mehr auch nicht. Auf dem Strand sind zwar keine aufgestellten Liegen wie oft in Italien, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir italienische Strände da bei weitem besser gefallen. Es hat ausgeschaut wie wenn der Sand extra aufgeschüttet wäre, dahinter riesige Parkplätze, viele Häuser außen herum, die aber jetzt nicht wie noble bzw. schöne Hotels aussahen sondern eher wie halb heruntergekommene Großfamilienhäuser. Man mag hier vllt. Gut surfen können, aber ich bin mir sicher, dass es mindestens genauso gute aber viel schönere Spots dafür gibt. So weit so gut. Bondi Beach: erledigt. Wir sind dann wieder zum schöneren Teil übergegangen und zum Darling Harbour gefahren, ein bisschen rumspaziert, bevor wir uns nochmal mit unsrer Freundin aus der HSS auf Dinner und Drinks trafen. Das war ein total schöner Abend, vor allem auch, weil wir Thai Curry hatten, wovon ich ein riesen fan geworden bin :)

Bondi Beach Bondi Beach Walk Bronte Beach -viel schöner als Bondi

Der letzte Tag in Sydney war verregnet. Das hat uns allerdings wenig gestört, weil wir unserer Meinung nach eh alles wichtige gesehen hatten, was uns interessierte. In Museen sind wir jetzt zwar nicht reingegangen, aber so alles andere halt. Wir haben uns stattdessen zum Starbucks reingesetzt, gemütlich nen Kaffee getrunken, ein bisschen gelesen (ja, ich hätt ja uni und muss doch auf dem Laufenden bleiben weil ich nach den Ferien ne Prüfung hab) und geratscht –besser gesagt, uns erholt vom vielen Rumspazieren die letzten Tage. Eine Pause braucht man ja auch mal denn schließlich flogen wir am nächsten Tag nach Alice Springs und hatten dort eine 3 Tages Tour zum Kings Canyon, Uluru und Kata Tjuta gebucht, das sollte ja wahrscheinlich anstrengender werden. Das ist sozusagen jetzt „von der Weltstadt in die Pampa“ um den Uluru zu sehen, und damit alle diejenigen Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben, die man mit Australien verbindet. Ich möchte zwar nicht in Sydney wohnen und studieren müssen, genausowenig aber mitten im Outback wie Alice Springs –da hab ich Brisbane zu lieb gewonnen als dass mir eine andere Stadt zum Studieren gefallen würde :)

Reunited with my best friend and sailing around the Whitsunday Islands

Dienstag, 16.09.2014

Erst mal ist Zeit zum Rechnen! Man schreibe den 16.09. im Jahre 2014. Am 12.02.2014 ging mein Flug ins (damals noch völlig unbekannte) Australien. Am 14.02. bin ich letztendlich in Brisbane angekommen, meinem jetzigen Zuhause. Es ist erschreckend wenn man überlegt, wie schnell die Zeit vergeht. Frage ich nämlich einen netten Datumsrechner im Internet, so bin ich jetzt
216 Tage weg von Europa   und
214 Tage downunder

Ja was sind 214 Tage?
214 Tage = 30 Wochen und 6 Tage = 7 Monate und 4 Tage = 0,586 Jahr

WOW! Erschreckend und schön zugleich! Schön, weil ich unheimlich stolz bin, so viel Zeit hier in Australien verbringen zu dürfen, erschreckend, weil ich leider realisieren muss, wie schnell doch die Zeit vergeht. Das ist wirklich schade, ich glaube ich muss von nun an wirklich jede Ferien total viel reisen, reisen wo es nur geht, ein Auto haben/mieten und einfach drauflosfahren, es gibt nichts schöneres :D <3

 

Am 202. Tag in Australien bekam ich Besuch aus Deutschland -meine beste Freundin wird einen Monat bei mir zu Besuch sein und wir reisen natürlich auch ein ganz schönes Stück! Waren ganze 206 Tage die wir uns nicht gesehen hatten, das ist schon echt lang! Aber dafür haben wir uns umso mehr gefreut, also wir uns am Flughafen endlich wieder gesehen haben. Eine australische Freundin war so nett und hat Chauffeur gespielt, das heißt mich zum Flughafen gefahren und uns dann zu mir heimgefahren. Das war echt superlieb weil der Zug zum Flughafen ja doch nicht ganz billig ist... Ich war echt total aufgeregt -die Prüfung, die   ich am Vormittag noch hatte und den ganzen Nachmittag im Labor hatte ich schon ganz vergessen- ich hab immer versucht, die Leute hinter dem Glas durch die kleinen Streifen durch zu erkennen und zu schauen wann Sabi dann kommt. Das war vielleicht ein langes Warten... und das war vielleicht eine Freude als wir uns wiedergesehen haben! :) Hier seht ihr den Beweis:

Best friends 4ever <3Wiedersehen am Flughafen Brisbane

 

Sabi konnte dann erst mal eine Woche Urlaub in und um Brisbane machen, bevor wir dann unsere Reisen begonnen -ziemlich viele um ehrlich zu sein ;) -und da ich ja noch Uni habe, musste ich erst mal noch einiges für die Uni tun. Aber wir fuhren zusammen zum Mt Coot-tha, einem Berg/Hügel gleich neben Brisbane von dem aus (von oben natürlich) man einen sehr schönen Ausblick über Brisbane hat. Danach sind wir runterspaziert und in die Botanischen Gärten gegangen. An diesem Tag war nicht nur Sabi hier sondern auch eine Freundin von der HSS, die gerade in Sydney studiert. Das war ein echt schöner Tag (und ein Tag, an dem ich mal NICHTS für die Uni gemacht habe!!! Das ist ja doch einmal die Woche notwendig). Hier die Fotos:

  Brisbane City (view from Mt Coot-tha)

Außer viel Uniarbeit, einem netten Dinner mit australischen Freunden und Sabi im deutschen Restaurant in Brisbane war während der Woche eigentlich nicht viel los. Nach dem Dinner sind wir noch in den Southbank Parklands am River entlangspaziert und haben ziemlich coole Nachtaufnahmen von der City gemacht.

City (night)

Ansonsten wie gesagt war für mich eigentlich nur Uni angesagt… Dafür aber übers Wochenende umso mehr. Am Freitag in aller Frühe gings schon los zum Flughafen -von Brisbane zum Proserpine Airport (für alle denen das nichts sagt: zu den Whitsundays natürlich  -und für alle Deutschen: „Pfingstsonntagsinseln“). Wir hatten eine Segeltour gebucht und da durften wir (warum auch immer) keine Taschen mitnehmen die einen Reißverschluss hatten. Also haben wir alles in die Stofftaschen gepackt die ich gebunkert hatte und schleppten das unbequeme Gepäck bis zum Bus um dann zum Flughafen zu fahren. Das Ganze war ja nur Handgepäck (10kg), weil für 4 Tage reichts (vor allem da oben wos ja doch viel wärmer ist) und so spart man sich auch einiges an Flugkosten. Nach etwa 1,5h Flug kamen wir in Proserpine an, einem winzigen putzigen Flughafen, der 2 Gates hatte (ich habs nicht genau gesehen aber ich würd mal sagen eins für Richtung Brisbane, eins für Richtung Cairns). Als Europäer stuft man so was normal nicht als Flughafen, die Größe vom Proserpine Airport entspricht wahrscheinlich dem Anteil vom Flughafen Berlin-Brandenburg (der neue Schönefeld halt), der schon fertig ist. Im Flieger ist ein Mädel neben mir gesessen mit dem ich mich gut unterhalten hatte und mit der wir dann auch bis nach Airlie Beach im Auto mitfahren durften (saugeil, ja das ist Australien, viel läuft über Bekanntschaften ;) ). In Airlie Beach haben wir dann einen Großteil unserer Taschen in dem „Reisebüro“ gelassen wo wir später fürs Boot einchecken mussten und haben uns Airlie Beach ein bisschen angeschaut. Meiner Meinung nach ist es eine Mischung aus Byron Bay und Noosa und hat dabei die schönen Seiten beider Orte übernommen. Das heißt es ist ein Backpacker-Touri-Spot in total schöner Umgebung (Natur) aber gleichzeitig einfach nur winzig und mit einem großen Segelhafen weil man eben von hier aus zu den Whitsundays kommt. Es war ganz schön, einfach den Strand entlang zu spazieren. Später checkten wir ein und am Abend durften wir aufs Boot (Anaconda III). Die Crew war ziemlich cool aber ich muss doch kritisieren dass die mit dem Wasser nicht so verantwortungsbewusst umgehen wie es sein sollte. Jeder normale Mensch weiß dass man viel trinken muss und vor allem dass man wenn man viel Schnorchelt usw. schneller dehydriert. Jetzt sagten die uns aber wir sollten Wasser sparen weil sobald das Wasser ausginge müssten sie sofort zurück. Also das nenn ich echt abzocke, wahrscheinlich hoffen die jedes Mal darauf, dass das Wasser ausgeht anstatt einfach 1 oder 2 Kanister mehr mitzunehmen… Aber bei uns hats gut funktioniert, das Wasser reichte, vor allem wohl auch deshalb weil wir wie einige andere auch selbst Wasser mitbrachten. Wenn man bedenkt dass man schnell seekrank werden kann wenn man ins outer reef raussegelt, und wenn man dann noch nicht genug getrunken hat, halleluja… Da war ich schon froh dass ich im Gegensatz zu den meisten Touris hier nen Field Trip mit dem Meeresbiologie Kurs hatte und entsprechend über solche „Tücken“ Bescheid wusste. Abgesehen vom Wasser und der fehlenden Info dass sie am zweiten Tag sehr früh lossegelten und alle wortwörtlich aus dem Bett geworfen wurden weils so schaukelte und jeder einfach nur raus musste, wars ein super Trip!

Also am Abend sind wir zum Whitehaven Beach gesegelt aber das sahen wir nicht mehr weils schon dunkel war. Wir saßen zwar noch länger draußen aufm Boot und schauten uns die „Nacht“ an –aber leider wars überall zu hell um wirklich viele Sterne zu sehen- also gingen wir schlafen in unsere Koje die wir uns mit zwei anderen Mädels teilten. Insgesamt waren ca 30 Leute (inkl Crew) on Board. Das heißt, unser Boot war nicht unbedingt das kleinste, aber ich fand die Größe ziemlich gut, wies uns da in einem kleineren rumgehauen hätt… ;) Die Nacht war wie n Baby in der Wiege, schön ein bisschen hin und her. Am Morgen erwachten wir am Whitehaven Beach, als wir auf Deck raufspazierten sahen wir den total weißen Strand –Wahnsinn. Leider wars noch recht wolkig aber bis wir dann wirklich mit den kleinen Schlauchbooten auf den Strand übersetzten wurds richtig schön. Heute durften wir einfach am Strand relaxen, über die Insel wandern und einen Introductory Dive machen. Also auf gut deutsch durfte jeder, der Wollte, im seichten Wasser probieren zu tauen und die wichtigsten Techniken üben. Da ich ja mittlerweile schon oft geschnorchelt bin musste ich das unbedingt ausprobieren, das reizte mich richtig. Es ist gar nicht so schwer, wenn man festen Boden unter den Füßen hat, mal „unterzutauchen“ und dann durch die Gasflasche zu atmen. Ist auch nicht wirklich anders als mit Schnorchel, und sogar viel praktischer, denn wenn mal Salzwasser reinkommt gibt’s nen Knopf zum Draufdrücken und schon ists weg, da muss man nirgends selbst durchblasen. Es war irgendwie lustig und ich wollte den Kick unbedingt haben –ich bin ja noch nie zuvor getaucht- draußen am Great Barrier Reef (also ca 30km weg von den Inseln) zu tauchen. Nach dieser Übung ging ich mit den Mädels aus meiner Koje den Weg bis zum Aussichtspunkt und einen anderen wieder zurück, echt schöne Natur! J danach noch ein bisschen den Strand entlang, relaxen und nett mit den anderen quatschen. Hier am Boot waren echt viele coole Leute. „Cool“ in dem Sinn dass jeder irgendwie seine eigene Art hatte, alle echt nett waren und superhilfsbereit sowie richtig coole persönliche Geschichten zu bieten hatten. Mittags segelten wir weiter zum Luncheon Bay (Hook Island) um dort zu schnorcheln. Hier gabs schon schöne Korallen, aber weniger Fische als ich von Heron Island gewohnt war. Nur leider war es ein wenig wolkig sodass man die Farben nicht ganz so schön sah. Es hat mir aber trotzdem echt spaß gemacht! Am Abend gings zum Blue Pearl Bay wo wir für die Nacht anlegten. Am Abend bekamen wir sogar noch ein Konzert, das war vielleicht klasse! Zwei Mädels, die aus dem hohen Norden Deutschlands stammen und gerade ihr Referendariat beendet hatten, sind jetzt Musiklehrerinnen. Anstatt gleich mit der Arbeit zu beginnen, wollten sie erst noch nach Australien reisen. Aber da das Geld oft knapp ist, machen die beiden eine „Straßenmusikertour“. Sie haben Instrumente dabei, teilweise selbstgebastelt, und treten eben auf (Straßenkonzerte, in Bars etc.) und verdienen sich damit das nötige Kleingeld. Das hat mich voll fasziniert J und die beiden sind echt voll nett, ich hoffe wir können in Kontakt bleiben, die beiden sind ja auch noch ne Zeit in Australien. Echt cool welche Songs die zum Besten gaben –und das war echt gut gecovert!!! J Ich muss hier den Link auf ihre Facebookseite reinstellen, weil ichs einfach klasse find was die beiden machen.

Der nächste Tag begann sehr früh –genauer gesagt als ichs im Bett nicht mehr aushielt weil alles so wackelte. Als ich versuchte aufzustehen, wurds mir gleich ganz anders und ich wusste, ich muss raus. Und so gings irgendwie allen. Wir hingen hinten auf dem Tisch oder den Bänken auf der seite an der frischen Luft und manche mussten sich auch übergeben. Das war schon heftig, wir segelten ins Riff raus und da wars voll windig. Draußen wollten wir ja ursprünglich tauchen, aber mir war noch so gar nicht danach, ich brauchte erst ein paar Minuten bis ich mir das ganze Zeug anziehen wollte. Aber im Wasser wurde es schnell besser. Wir waren zu dritt mit einem Diving Instructor der ziemlich cool war. Alle ausgerüstet mit nem haufen Steine um die Hüfte geschnallt und der sauerstoffflasche gings los. Am Anfang hat man ja in seiner Weste Luft drin um nicht gleich abzusinken. Aber trotzdem hatten wir alle erst mal so nen panischen Moment als wir im Wasser waren und runter sollten, es war ja ungefähr 10m tief was einem beim ersten Tauchen echt tief vorkommt!!! Wenn man sich drauf konzentriert, ganz normal wie auch beim Schnorcheln weiterzuatmen ists kein Problem, das fiel mir leicht. Ich brauchte nur ein bisschen bis ich den Druck an den Ohren anpassen konnte. Als ich dann aber einmal ganz unten war, wars echt cool J das ist wie in einer anderen Welt, da sollte ich mir echt überlegen, ob ich mir nicht mal nen Tauchschein leisten kann… Hat mir echt Spaß gemacht. Wir waren etwa eine halbe Stunde unten glaub ich. Nachmittag gingen wir dann noch schnorcheln. War schon schön aber das Tauchen gefiel mir an diesem Spot besser weil einige Korallen einfach tiefer lagen sodass man sie von oben aus nicht so gut sah. Am Abend gabs nochmal die gleiche Tortur (weg zurück) aber da wir alle wussten was uns erwartete und wie mit der Strömung fuhren, gings uns alle besser. Die Nacht verbrachten wir wieder im Lunchelon Bay. Diesmal waren wir alle einfach nur total fertig, ist schon anstrengend irgendwie.

An Tag 3 schnorchelten wir im Lunchelon Bay. Ich war echt beeindruckt, das war bisher der beste Spot den ich zum Schnorcheln im Great Barrier Reef gesehen hatte, so viele bunte Korallen, so viele verschiedene Arten, viele bunte Fische, einfach nur wow! Ich blieb mit Sabi etwa 1 Stunde draußen. Ich fand es auch erstaunlich, wie viel ich vom Meeresbio Kurs aus dem letzten Semester noch wusste! Es ist voll cool wenn man sich so Korallen und Fische anschaut und auch versteht was das alles ist, warum sie so wachsen und so. Das hat mir richtig Spaß gemacht. Das ist schon wieder ein Grund mehr für nen Tauchkurs! Nach dem Lunch segelten wir auch gemächlich wieder zurück zur Abel Point Marina in Airlie Beach. Nachdem wir auf dem Boot viele coole Leute kennengelernt hatten, wurden wir von zweien mit ihrem Camper mitgenommen und zum Hostel gefahren (das wäre mit unseren komischen Taschen einfach zu weit zum laufen gewesen). Es war echt schön, mal wieder ne gescheite Dusche zu genießen! Danach gings wieder zurück, in die Downunder Bar, wo wir uns mit den meisten nochmal trafen um das ganze bei ein paar Drinks ausklingen zu lassen. Die Wattmeister Mädels ermöglichten uns sogar an, uns am nächsten Tag morgens zum Flughafen mitzunehmen. Ja, diese Camperfahrten waren lustig J -Details auf Nachfrage. Nach einigen Drinks (in Australien wird man ja nicht wirklich besoffen…) wanderten wir zum Hostel zurück und genossen es, LAAANG zu schlafen bevor wir am nächsten Tag nur noch den Heimflug nach Brisbane angetreten haben.

  Reef Fish :) Sunset Relaxing time whitehaven beach :) Whitsunday Island Whitsunday Island die wussten dass es bei uns was zum Essen gibt ;) fish :) mein erster Tauchgang in ca 10m Tiefe am Meeresgrund Equipment anziehen zum Tauchen Probetauchen Reef Titanic :) Nice Scenery Sailing -so ist es wenn man nicht seekrank ist Sailing und ein bisschen Titanic spielen und da rumhüpfen :)

Ja, das war unser Segelturn, ziemlich cool –vor allem wegen all der Leute! Das wars definitiv wert. Allerdings glaub ich dass das s letzte mal Schnorcheln/Tauchen im GBR war, schließlich gibt’s noch viele andere Sachen zu sehen und das meiste hab ich ja jetzt eh gsehen. Nach dem Semester ist ja dann eh Box Jellyfish saison, da sollte man besser keinen Schritt mehr ins Wasser wargen. Jetzt muss ich auf jeden Fall wieder einiges für die Uni tun, weil wir ja in nicht mal einer Woche nach Sydney fliegen und von dort aus weiter nach Alice Springs (Tour zum Uluru). Ich meld mich dann wieder mit dem nächsten Reisebericht. Bis denne J

Radfahrer von Vogel attackiert - AstroCamp - Halbzeit

Sonntag, 31.08.2014

"Radfahrer von Vogel attackiert" - oder auch: mein täglicher Weg zur Uni. Ja, das sind die "daily news" zu zählen, von wie vielen Vögeln man wieder attackiert wird. In Australien gibts für Radfahrer ja eine Helmpflicht und die macht auch Sinn -zumindest wenn man mit dem Rad zur Uni fährt und die Dell Road entlang radelt... Ich weiß nicht ob das jeden Tag der gleiche Vogel ist oder mehrere, ob das normal ist oder ob der irgendwas giftiges dawischt hat -aber so ein Vogel der mir mehrmals am Tag gegen den Helm fliegt und dann wieder im Baum verschwindet, ist schon ein komisches Getier. Mittlerweile ist der Rekord bei 7x einfache Strecke (und das sind 5 Minuten, also gute Quote lieber Vogel).

 

Ja, was soll ich groß sagen, ich frag mich wo die Zeit so schnell hinverschwindet. Jetzt bin ich 6,5 Monate in Australien -insgesamt werde ich ca 13 Monate in Australien/Neuseeland sein, jetzt ist also Halbzeit. Ich mag gar nicht daran denken! Und noch viel schlimmer, ich hab schon wieder 5 Wochen Uni hinter mir, das Semester hat ja auch nur ca 15 -also nur noch 10 Wochen, ein paar Prüfungen und dann ist das Studium hier unten auch schon wieder vorbei. Ich kann mir das kaum vorstellen... Aber ich hab ja noch etwa ein halbes Jahr, also keine Zeit um Trübsal zu blasen, das heb ich mir auf für wenn ich wirklich wieder nach Deutschland reisen muss. Also Zeit, mal kurz zurückzublicken und ein bisschen zusammenzufassen was ich so erlebt habe.

Gerade in Australien angekommen und die ersten Wochen, vielleicht Monate konnte ich mir gar nichts anderes vorstellen als immer in Australien zu bleiben weil es einfach so schön ist. Ja, es ist hier schon schön, aber ich glaube es braucht alles ein bisschen Zeit, bis man alles mal genauer kennenlernt. Da bin ich schon froh, dass ich 2 Semester hier bin, in einem hätte ich das wahrscheinlich nie wahrgenommen weil ich viel zu sehr mit Reisen beschäftigt gewesen wäre, und das ist natürlich immer schön. Aber hier gibt es wie auch in Deutschland nette und grantige Leute, es gibt schöne Flecken und Orte wo man nicht mal durchfahren mag so hässlich sind sie. Eben wie überall auf der Welt wahrscheinlich. Aussies sind aber eher wie die Briten, alles schön nice sagen aber eigentlich anders denken. Man gewohnt sich zwar irgendwie dran und versteht wanns nett gemeint ist und wann nicht (ja, manchmal muss man nachfragen...) -da ist mir die Bayerische Direktheit schon lieber, da muss man wenigstens nicht nachdenken :D. Ich hab mir vorgenommen, in der Zeit in der ich in Australien bin, so viel vom Land wie nur möglich zu sehen. Das heißt so ungefähr, einmal außen rum und einmal in die Mitte. Wenn ich überlege wie viel Zeit mir nach dem Semester noch bleibt, glaub ich schon dass ich das schaffen kann wenn nichts schwerwiegendes dazwischen kommt. Ich muss aber sagen, ich könnte mir nicht vorstellen, hier zu arbeiten. Besonders nicht als Lehrer. Hier können die Schüler noch so dumm sein in der Schule, niemand fällt durch. Man kann auch nach der 10. mit der High School aufhören und dann ne Prüfung machen die einem bestätigt dass man gut genug für die Uni ist ohne die 11. und 12. Klasse zu machen. Aber hallo, da wird man nur in dem Fach geprüft das man studieren will, der Rest ist egal, wo bleibt denn da die Allgemeinbildung? Ich bekomm das zur Zeit von meinen Physiker Freunden oft mit, weil die Tutorien für 1st year students machen und immer ganz verzweifelt sind, weil die an der Uni(!!!) oft nicht mal mit Brüchen(!!!) umgehen können, von Ableitungen red ich gar nicht... Aber wenn man in Mathe im schlechtesten Kurs war, dann kanns sein, dass man in seiner kompletten Schulkarriere nie etwas mit Brüchen zu tun hatte. Wahnsinn, so Regelungen würd ich komplett in die Tonne treten... Und auch so, viele Australier studieren, das heißt, machen ihren Bachelor, und dann Arbeiten sie. Aber meist arbeiten sie in etwas, das wir als Zusatz zum Studium machen oder als Ferienjob und bezeichnen das als ihre Arbeit. Ich glaube da hab ich einfach ein ganz anderes Verständnis davon... Oder wer in Deutschland würde nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium behaupten, Nachhilfe geben an 2 Tagen die Woche ist ein normaler Teilzeitjob für einen Physiker? Also ich definitiv nicht... Auch wenn es mir hier echt gut gefällt, ich bin schon froh dass ich zum Studieren und nicht zum Arbeiten (Work and Travel) hergekommen bin, weil das Working hier ist mir zu suspekt :D

Aber dafür geht mir das Lied "Au revoir" von Mark Forster nicht mehr aus dem Kopf, das passt irgendwie so gut zu mir find ich:

[...]

Ich brauch mehr Platz und frischen Wind
ich muss schnell wo anders hin
sonst wachs ich hier fest
Ich mach nen Kopfsprung durch die Tür
ich lass alles hinter mir
hab was großes im Visier
Ich komm nie zurück zu mir

Es gibt nichts was mich hält au Revoir
vergessen wer ich war,
vergess meinen Namen
Es wird nie mehr sein wie es war
ich bin weg Oh Oh (Oh Oh) Au Revoir
(Oh Oh) Au Revoir aaah
(Oh Oh) Au Revoir
(Oh Oh) Au Revoir aaah aaah aaah

Auf Wiedersehen, auf kein
Ich habe meine Sachen gepackt ich hau rein
Sonst wird das für mich immer nur diese Traum bleiben
Ich brauch Freiheit, ich geh auf Reisen
Ich mach alles das was ich verpasst hab
Fahr mit nem Gummiboot bis nach Alaska
Ich spring in Singapur in das kalte Wasser
Ich such das Weite und dann tank ich neue Kraft da

Ich sehe Orte von denen andere nie hörten
Ich fühl mich wie Humboldt oder Steve Irwin
Ich setze mich im Dschungel auf den Mayathron
Auf den Spuren von Messner, Indiana Jones
Der Phönix macht jetzt nen Abflug
Au Revoir meine Freunde machts gut
Ich sag dem alten Leben Tschüss
Affe tot Klappe zu,
wie die Kinder in Indien ich mach nen Schuh

[...]

Ich kann mir nicht recht vorstellen, wieder von hier wegzugehen, weil ich hier viele gute Freunde habe, weil es mir hier echt gefällt. Aber ich kann mir gut vorstellen wegzugehen, weil es noch so viele andere schöne Flecken auf dieser Erde gibt, die ich auch sehen will. Immer das gleiche ist ja langweilig. Und ich denke dass ich persönlich so viel aus dieser Zeit in Australien mitnehme, dass mich das in jedem Fall bereichert. Auch wenn ich (ich denke ungern daran) viele Freunde zurücklassen muss, die ich wahrscheinlich nicht mehr sehen werde nachdem ich wieder in Deutschland bin. "Mal schnell" nach Australien ist ja nicht so einfach, kostet viel Zeit und auch Geld. Aber wer weiß... die Hoffnunf stirbt bekanntlich zuletzt. 

 

Aber jetzt zu meinen letzten Wochen seit dem letzten Eintrag, ja was war so los. Bis auf haufenweise Arbeit für die Uni war eigentlich nicht so viel los. Es hat sehr oft geregnet sodass man auch wirklich was für die Uni gemacht hat -zwangsweise mehr oder weniger. Außerdem kommt mich den ganzen September über meine beste Freundin aus Deutschland besuchen -da muss ich ein bisschen vorausarbeiten um da Zeit zum Reisen zu haben  (gebucht sind die Trips ja schon xD). Ansonsten werde ich dieses Semester aber auch nicht mehr wirklich wohinreisen, das heb ich mir für nach dem Semester auf, da gibts ja dann nochmal eine "große Tour" :)

letztes Wochenende war ich auf einer Geburtstagsparty von einer guten Freundin eingeladen. Das war nicht nur eine Geburtstags sondern gleichzeitig eine Abschiedsparty, weil sie für ein Semester nach München geht um an der LMU zu studieren. Das ist schon irgendwie komisch, vor einem halben Jahr hab ich in München ne Abschiedsparty gefeiert um nach Australien zu gehen und jetzt bin ich in Australien in einer Abschiedsparty von einer Freundin die nach München geht. Es war aber sehr schön und lustig. Ich war echt beeindruckt wie viel Mühe sich ihre Eltern, ihr Bruder und ein Freund ihres Bruders gegeben haben, um ihr die Feier so schön wie möglich zu machen. Ich fand das ehrlich gesagt ganz angenehm, mal eine Party zu feiern, auf der man nicht von vorneherein weiß dass am Ende jeder Besoffen ist -im Gegenteil, die war über Mittag und Nachmittag -da konnte man sich gut unterhalten während man ständig mit leckerem Essen und später mit Kuchen und Sekt bedient wurde -klasse :)

Die letzten drei Tage war ich in der nähe vom Lake Somerset, im AstroCamp mit den Physikern. Das war ziemlich cool, was man mit diesen Teleskopen alles erkennen kann, hat mich echt beeindruckt! Vor allem wenn man sich dann vorstellt, dass vieles ca. 15 Millonen(!!!) Lichtjahre entfernt ist, das heißt wir sehen jetzt das, was zu Zeiten der Dinosaurier passiert ist -das ist doch schon wahnsinn! Recht viel mehr als "das Wochenende mit vielen netten Leuten verbracht und gemeinsam mit den Astronomen von Brisbane und Umgebung ein bisschen in die Sterne geguckt" kann man eigentlich gar nicht sagen, schön wars eben :). Auch wenn die Erklärungen über Sternkonstellationen und so echt interessant waren, ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab das meiste schon wieder vergessen ;(

Ja, jetzt muss ich noch einiges für die Uni tun, denn am 4. Sept kommt mich meine beste Freundin aus Deutschland besuchen und wird für einen Monat bei mir bleiben. Dass wir da viel Reisen ist wohl klar, und deshalb bin ich da wohl nicht so oft an der Uni anzutreffen, das heißt also: Vorarbeiten. Außerdem hab ich am selben Tag in der Früh schon die erste Prüfung (wo in Deutschland an der TUM das Semester noch gar nicht angefangen hat...). Also dann, bis demnächst, vermutlich wieder mit einem Reisebericht :D

Blick auf die Story Bridge von der Fähre aus, im Hintergrund die City Eat Street Markets in Brisbane Blick auf die City von den Eat Street Markets AstroCampCrew :) unser  Saturn (und das war tatsächlich meine Spiegelreflex!!!) Mond (spiegelreflex) Lake Somerset zum Sonnenuntergang

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